Fort Gerhard und seine tierischen Helfer

Sie sehen ein altes zweistöckiges Gemäuer aus Ziegelsteinen. Das Dach ist mit Gras bewachsen.

Fort Gerhardt – Carsten Wolf

Der Betreiberverein des Forts Gerhard in Świnoujście (Swinemünde) setzt bei der Pflege der einstigen Festungsanlage auf tierische Helfer. Während bereits seit einigen Jahren zehn Ziegen dafür sorgen, dass das Gras nicht zu hoch wächst und auch den Wildwuchs von Bäumen und Sträuchern unterbinden, sind die neuen Mitbewohner eher ungewöhnlich. Um die sichtlich trüben Wasser des alten Festungsgrabens zu säubern, haben die Vereinsmitglieder vor kurzem rund 100 Muscheln dort ausgebracht. Die Wandermuscheln, Fluss- und Großen Teichmuscheln leben von organischem Material, das im Graben den größten Anteil an der Wassertrübung hat. Auf die Idee brachte die Aktiven ein Besuch in der historischen Festung Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, wo ebenfalls Muscheln zur Gewässereinigung eingesetzt werden. Ob sich die Weichtiere auf lange Frist im Seitenarm der Odermündung wirklich wohl fühlen und auch effektiv etwas zur Wasserverbesserung beitragen, soll der Langzeitversuch erweisen.

 

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