Neues Strafmaß im Straßenverkehr

Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Veränderungen einstellen. Am 18. Mai traten in ganz Polen neue Verkehrsregeln in Kraft. Vor allem Autofahrer müssen sich auf empfindlichere Strafen gefasst machen. Um den Straßenverkehr sicherer zu machen, dürfen Ordnungshüter bei Geschwindigkeitsübertretungen nun härter durchgreifen. Wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 50 km/h und mehr überschreitet, darf seinen Führerschein künftig für drei Monate abgeben. Bereits jetzt kommen in diesem Zusammenhang landesweit verstärkt mobile Radarmessanlagen zum Einsatz.

Sie sehen eine Geschwindigkeitskontrolle in Polen mit einem Blitzer

Höhere Bußgelder in Polen – © Sven Grundmann-Fotolia

Dabei müssen Polizisten nun nicht mehr auf ein gerichtliches Verfahren verweisen, sondern dürfen die Papiere sofort einbehalten. Polnische Staatsbürger erhalten dann eine 24 Stunden gültige Lizenz zum unverzüglichen Abstellen des Fahrzeuges, Ausländer bekommen ein Dokument, das 72 Stunden Gültigkeit besitzt. Der Führerschein wird von der Polizei direkt an das zuständige Amt, oder im Falle von Ausländern an deren Konsulat geschickt. Dasselbe gilt übrigens seit Mitte Mai auch für Fahrzeuge, deren Insassenzahl die erlaubte Anzahl an beförderten Personen überschreitet.

 

Härter trifft es auch künftig auch insbesondere Fahrzeugführer, die sich der Trunkenheit am Steuer strafbar gemacht haben. Wer unter Alkoholeinfluss beispielsweise einen Unfall gebaut hat, muss mit mindestens drei Jahren Führerscheinentzug rechnen, bei wiederholter Straftat droht ein lebenslanger Entzug. Generell gelten neuerdings auch allgemein höhere Bußgelder für Vergehen im Straßenverkehr. Dazu gehört auch das Überqueren von Straßen an unerlaubten Stellen durch Fußgänger. Da vor allem Touristen aus dem westlichen Ausland diese Regelung nicht erwarten, lauert hier eine Gefahr, schnell mit den polnischen Behörden in Konflikt zu geraten.

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