Feiertagskonzerte im Kolberger Dom – Musikgenuss in historischem Rahmen

Betrat man die fünfschiffige, gotische Backsteinhallenkirche, so wurde man zunächst gefangen von einer festlichen Stimmung, die später durch ein klassisches Musikerlebnis ihren Höhepunkt finden sollte.

Umrahmt von festlicher Kirchendekoration und Beleuchtung, spürte man schon beim Durchschreiten der mächtigen Kirchenschiffe die Jahrtausende alte Geschichte dieses Bauwerks. Ich lasse mich in einer der vorderen Sitzreihen nieder. Es ist kaum zu glauben, dass hier 9.000 Besucher an einem Gottesdienst teilnehmen können. Der Kolberg Dom ist schließlich eines der größten Bauwerke in Polen.

Nachdem alle Konzertgäste ihre Plätze eingenahmen folgte eine gespannte, andächtige Stille. Die Musiker der  Philharmonie in Köslin und die Solisten betraten den Altarraum und warteten auf das Zeichen des Dirigenten. Das Konzert begann mit einem der wohl schönsten Weihnachtslieder: Stille Nacht. Das Lied passte perfekt zur Atmosphäre und zog die Hörer gleich in seinen Bann. Was für ein Beginn dieses Weihnachtskonzerts!

Während Kompositionen von Händel, Mozart und Bach das Kirchenschiff klanglich füllten, wanderten meine Blicke durch dieses monumentale Bauwerk. Untermalt von klassischer Musik genieße ich die festliche Stimmung des Augenblicks. Was für ein Moment!

Zum Abschluss des Konzertes spielten die Kösliner Philharmoniker ein weiteres Mal Stille Nacht. Diesmal jedoch wurden die polnischen und deutschen Zuhörer gebeten, im Wechsel der Strophen, jeweils in deutscher und polnischer Sprache mitzusingen.
Beseelt von diesem Abschluss verließen wir den Kolberg Dom und liessen beim anschließenden Spaziergang an der winterlichen Ostseeküste meine Konzerterlebnisse noch einmal Revue passieren. Herrlich!

– Erlebnisbericht eines deutschen Urlaubers –

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