Strand von Kolberg fast unheimlich breit

Nach längerer Zeit bin ich mal wieder am Strand in Höhe des östlichen Kurviertels von Kolberg gewesen, also in Höhe der Hotels Marine, Ikar Plaza und Arka. Gab es früher hier eigentlich keinen Strand, so entsteht heute nach der Restrukturierung das Gefühl, auf Sylt zu sein – nicht nur wir waren fast erschrocken. Touristen, die in den letzten Jahren Urlaub in diesem Teil von Kolberg gemacht hatten, standen staunend an der Promenade und oft sah es so aus, als würden sie daran zweifeln, dass dieser Anblick wirklich Realität ist. Vorsichtig traten wir und andere auf den 150 m breiten Sand. Ja – es scheint wirklich keine Fatamorgana zu sein. Mangels anderer Gäste, jetzt im tiefen Winter, stürzten sich als erstes die Möwen auf uns.

In den letzten zwei Jahren wurde die Küste von Kolberg mit neuen Buhnen versorgt. Bei den Arbeiten am Strand wurden mehrere hundert Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt, die zunächst entschärft und beseitigt werden mussten. Immer wieder wurden die einzelnen Strandabschnitte gesperrt, was zu Unmut bei vielen Gästen des Ostseebades geführt hat. Anschliessend wurde auf der gesamten Länge des Strandes eine Barriere ca. 200 m vor der Küstenlinie im Wasser versenkt, die verhindern soll, dass Sand ausgespült wird, vor allem von den berüchtigten Winterstürmen. Zum Abschluß wurde Sand zwischen die Buhnen gespült. Schon in den letzten Monaten hat die Breite des Strandes durch diese Maßnahmen erheblich zugenommen.

Eigentlich müssten jetzt die Gäste nach Kolberg (polnische Ostseeküste) strömen.

Im östlichen teil von Kolberg wurden die Strände wiederhergestellt und messen heute bis zu 150 m

Sandstrände in Kolberg, bis zu 150 m breit – Foto: Carsten Wolf

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