Museum rettet deutsche Grabsteine

Sie sehen im Vordergrund Bäume und Laub auf dem Boden. Dahinter sind aufgereihte Grabsteine zu sehen. Hinter diesen stehen weitere Bäume.

Kolberger Sanctuarium – Carsten Wolf

Eine stattliche Anzahl massiver Grabsteine und -platten konnte unlängst in einer Rettungsaktion aus der Rega geborgen werden. Bereits im vergangenen Jahr stießen Mitarbeiter des Museums der Polnischen Waffen aus Kołobrzeg (Kolberg) bei Flusssichtungsmaßnahmen auf einen ungewöhnlichen Steinhaufen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich dabei um alte Grabmale mit deutschen Inschriften handelt. Ende Oktober machten sich die Museumsleute gemeinsam mit der Freiwilligen Kolberger Hafenfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr aus Trzebiatów (Treptow an der Rega) an die Bergung. Die nur wenig verwitterten Steinkunstwerke stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und wurden wahrscheinlich nach dem Zweiten Weltkrieg in den Fluss geworfen. Die kommunalen Verwaltungen und Geschichtsvereine einigten sich darauf, die stummen Zeitzeugen an einen angemesseneren Ort zu verbringen. So wurden sie zum Lapidarium von Treptow verbracht, wo sie derzeit konserviert werden. Das Lapidarium mit den Überresten von Grabsteinen und -denkmälern der einstigen deutschsprachigen Bewohner wurde vor einigen Jahren auf dem ehemaligen evangelischen Friedhof von Trzebiatów rund um die Gertrudkapelle eingerichtet.

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