Ustka (ehemals Stolpmünde) – Stadtführer


Ustka (ehemals Stolpmünde) – “Zwischen Hafenmole und Moorheilanstalt“

Der Leuchtturm von Ustka

Der Leuchtturm von Ustka - Bild: Travelnetto

18km nördlich von Stolp an der Mündung von Slupia in der Ostsee gelegen, befindet sich das ehemalige Stolpmünde (heute Ustka) mit seinen 18.000 Einwohnern.

Neben Kolberg, Swinemünde und Sopot zählt die Hafenstadt mit großer Fischereiflotte zu einem renommierten Ostseeheilbad an der polnischen Küste.

Nicht nur die Solequellen und Moorvorkommen, die in der Naturheilanstalt/ Kurmittelhaus verabreicht werden, sondern auch breite, feine Sandstrände zeichnen Ustka aus.

Beachten sollte man allerdings, dass die Ostsee etwas rauher ist als im Westen der Region.

In Ustka gibt es einen kleinen Kurpark, eine begehbare Hafenmole, Promenaden, eine Marina mit Hafenpromenade und einen Leuchtturm. Als Ausflugsziel und Seebad der der Bewohner und Urlauber von Stolper, bietet das Seebad Ustka jede Menge hübsche Cafés und gute Restaurants.

An der Promenade findet man herrschaftliche Villen – darunter auch Bismarcks Sommerresidenz. Die kleinen Häusschen der Fischer und der Kapitäne sind im sogenannten Kapitänsviertel angesiedelt.

Der Strand von Ustka

Der Strand von Ustka - Foto: Travelnetto

Jahrhunderte erhalten geblieben, ist das Ortszentrum in den letzten Jahren – meist denkmalgerecht – saniert worden.

Geschichte: An der Mündung von Stolp wurde bereits 1335 ein Hafen für die Hansestadt Stolp errichtet. Mehrere Jahrhunderte waren Stolp und Stolpmünde wichtigste Zentren von Pommern.

Das Reizklima von Stolpmünde war Anlass für den Bau der ersten Warmwasserbadeanstalt im Jahre 1877. Ein Jahr später – 1878 – folgt der Anschluss an das Eisenbahnnetz.

Das heute noch bestehende Badehaus mit Mooranwendungen und Kohlensäurebädern wurde 1912 eröffnet.

In den letzten Jahren entwickelte sich Ustka wieder ein Kurtourismus und seit 1978 ist Ustka wieder ein offizielle Heilbad (Uzdrowisko). Aus dem Ostsee-Skizzenübchern des Expressionisten Georg Grosz wurden viele Zeichnungen veröffentlicht.

Tourist-Info:

  • Adresse: ul. Marynarki Polskiej 87,
  • Telefon: 059 – 8147179,
  • Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10-16 Uhr (im Sommer Mo-Sa 8-20 Uhr, So. 10-18 Uhr)

www.ustka.pl

Anfahrt:

  • Auto: Die Nationalstraße 6 (E28) bis Słupsk, dort nach Norden auf die Landesstraße 210 nach Ustka.
  • Bus: mindestens stündlich ab Słupsk
  • Bahn: mehrmals täglich ab Słupsk

Sehenswertes:

  • Der Fischereihafen
  • Leuchturm von 1892 (21,5 m hoch, Mai bis Aug. 10-19 Uhr)
  • Fußgängerpromenade entlang der Küste mit Kureinrichtungen, dem Wilhelmspark (Park Nadmorski) und dem Kurmittelhaus (Zakład Przyrodoleczniczy)
  • Heimat- und Regionalmuseum/ Muzeum Ziemi Usteckiej (ul Marynarki Polskiego 62 a, Okt.-Mai MI 11-16 Uhr, Juni-Sept. Di-Sa 10-17:30 Uhr)
  • Brotmuseum/ Muzeum Chleba (ul. Marynarki Polskiej 49, täglich zur Öffnung der angeschlossenen Bäckerei)
  • Baltische Galerie zeitgenössischer Kunst (ul. Marynarki Polskiej-Ecke ul. Zaruskiego 1a, Di-So 10-18 Uhr)
  • Sommerresidenz von Otto von Bismarck 1866, heute Villa Red, (ul.Żeromskiego 1, www.villa-red.pl)
  • Modła-See bei Duminowo mit Fischottern, Kreuzottern, Nerzen, Vogelschutzgebiet

Essen und Trinken:

  • Restaurant Kapitanska, ul. Dąbrowszczakowa 1, Fischrestaurant
  • Restaurant 7. Nebo, Siebter Himmel/siodme nebo, ul. Marynarki Poslkiej 51, www.hotelrejs.com, gehobene polnische Küche

Carsten Wolf und Katharina Hoefferer

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