Exponat des Monats im Regionalmuseum Koszalin

Das Regionalmuseum von Koszalin (Köslin) präsentierte seinem Publikum vor genau einem Jahr ein neues Angebot. „Zabytek miesiąca – Sehenswürdigkeit des Monats“ heißt die Aktion, die nun in die zweite Runde geht. Jeden Monat wählten die Museumsmacher passend zur Jahreszeit aus ihren Beständen ein besonders interessantes Stück aus. Dieses wurde mit einer ausführlichen Beschreibung in einer gesonderten Vitrine prominent gezeigt. So zuletzt zu Allerseelen im November eine sogenannte Totenkrone, die im Mittelalter verstorbenen Kindern oder jungen Ledigen ins Grab als Ausgleich für das nicht gelebte Leben mitgegeben wurde. Im Dezember konnten Besucher eine Backform für Oblaten aus der Renaissance bewundern.
Koszalin liegt in der Nähe des Ostseebades Mielno.

Die Stücke sind in der Ausstellung zur Ur- und Frühgeschichte Pommerns zu sehen. Auch im laufenden Jahr sollen sie wieder zahlreiche Kultur- und Geschichtsinteressierte anlocken. Bis Ende Januar zeigt das Museum noch ein gut erhaltenes eisenzeitliches Schwert, das 2011 in Miechęcino (Mechenthin) neben einem Grab aufrecht stehend gefunden wurde. Die Exponate des vergangenen Jahres hat das Museum in Form eines ansehnlichen Wandkalenders für 2016 herausgegeben, der online oder im Museumsladen erworben werden kann. Die Exponate des Monats sind im Rahmen der ständigen Ausstellung zu sehen, der Eintritt hierfür beträgt 10 Złoty (ca. 2,25 Euro). www.muzeum.koszalin.pl

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Denkmalsoffensive

Sie sehen den Eingang einer kleinen Backsteinkirche in Rusowo

Kirche Rusowo – Carsten Wolf

Ganze 100 Objekte im Powiat Kołobrzeski (Landkreis Kolberg) befinden sich auf der Liste der Gebäude, die noch im Januar unter Denkmalschutz gestellt werden sollen. Neben verschiedenen Institutionen hatten auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Wochen Vorschläge an den Landeskonservator in der westpommerschen Hauptstadt Szczecin (Stettin) geschickt. Dieser hat nun seine aktuelle Liste schützenswerter Denkmäler veröffentlicht.

Zu den Objekten, die künftig das charakteristische weiß-blaue Symbol tragen dürfen, zählen unter anderem die Kirchen von Rusowo (Rützow) und Dygowo (Degow), die adeligen Parkanlagen von Mołtowo (Moltow) und Wrzosowo (Fritzow) sowie der Wasserturm von Rusowo und der ehemalige deutsche Friedhof von Bagicz (Bodenhagen). Der Denkmalschutz soll aber nicht nur den Fortbestand der wertvollen architektonischen Objekte gewährleisten.

Das auch in Deutschland bekannte Symbol in Form eines fünfeckigen Schildes mit auf der Spitze stehendem blauen Quadrat und darüber stehendem blauen Dreieck auf weißem Grund soll  Touristen als Wegweiser dienen und auf die interessante deutsch-polnische Lokalgeschichte aufmerksam machen.

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Neuer Offshore-Windpark geplant

Sie sehen 2 Windräder vor blauem Himmel mit vereinzelten Wolken

Windräder – © visivasnc – Fotolia

Rund 23 Kilometer von der polnischen Ostseeküste soll ab 2018 ein rund 89 Quadratkilometer großer Offshorepark zur Energieerzeugung aus Windkraft entstehen. Der „Baltic Środkowy III“ wird insgesamt aus 120 Windkraftwerken bestehen, die eine gemeinsame Leistung von 1200 Megawatt erreichen sollen. Die bis zu 275 Meter hohen Anlagen sollen nach einer Bauzeit von rund vier Jahren fertiggestellt sein. Die Umspannstation soll bei Wierzbięcin (Grünhagen) entstehen. Der Betreiber Polenergia betreibt bereits mehrere Windparks im polnischen Binnenland und setzt vermehrt auf den Einsatz erneuerbarer Energiequellen.

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Überraschung im Rathaus

Sie sehen das Rathaus in Kolberg.

Rathaus Kolberg – Carsten Wolf

Bei Renovierungsarbeiten im Rathaus von Kołobrzeg (Kolberg) sind Bauarbeiter auf eine Überraschung gestoßen. Unter dem historischen Fußbodenbelag des ehemaligen Bürgermeisterkabinetts fanden sie eine verborgene Tür. Sie führte die erstaunten Arbeiter in bisher unbekannte Räume. Neben vermauerten Fensteröffnungen fanden sie Zeitungsreste, die auf das Jahr 1914 datieren. Ein möglicher Hinweis auf den Zeitraum, da die Zimmer versiegelt wurden. Derzeit werten Experten historisches Karten- und Archivmaterial aus, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Eine Theorie besagt, dass sich an der Stelle einst ein Treppenhaus befunden haben könnte. Darüber hinaus denkt die Stadtverwaltung über ein mögliches Nutzungskonzept nach.

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Flixbus nimmt Szczecin ins Programm auf

Sie sehen einen fahrenden Flixbus in der Stadt.

flixbus.de

Die westpommersche Woiwodschaftsstadt Szczecin (Stettin) ist seit dem 3. Dezember von Deutschland aus noch besser zu erreichen. Das Unternehmen MeinFernbus Flixbus bietet seit kurzem in Zusammenarbeit mit der Stettiner Firma Interglobus zwei neue Direktverbindungen nach Berlin an. Zwischen Stettin und dem Berliner Flughafen Tegel verkehren täglich neun, zwischen Stettin und dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Berlin-Charlottenburg täglich acht Busse. Die Fahrtzeit beträgt 2:50 beziehungsweise 2:35 Stunden. Die Ticketpreise ab ZOB beginnen bei sieben Euro, ab Flughafen Tegel kostet die günstigste Fahrkarte elf Euro. Interglobus ist seit Jahren mit der Marke Follow me! im Transportgeschäft zwischen Stettin und Berlin tätig. Außer dem neuen gemeinschaftlichen Angebot verkehren weiterhin Follow me!-Busse zwischen Stettin und dem Hauptstadtflughafen Berlin-Schönefeld. www.flixbus.de

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Zwischen Licht und Dunkelheit

Sie sehen eine leuchtende Glühbirne über Holzboden.

nachosten – trafo.org

Die aktuelle Ausstellung im Stettiner Kunstzentrum Trafo zeigt Installationen der renommierten Künstlerin Alicja Kwade. „Nach Osten“ ist die erste institutionelle Ausstellung der gebürtigen Polin in ihrem Heimatland. Präsentiert werden Werke, die dem Verhältnis von Licht und Dunkelheit gewidmet sind. Vor der postindustriellen Kulisse des ehemaligen Umspannwerkes entsteht so bis zum 28. Februar 2016 eine unnachahmliche Atmosphäre.

Im Zentrum steht die namensgebende Installation „Nach Osten“. Dem Foucault’schen Pendel gleich schwingt ein langes Seil durch den Raum an dessen Ende eine Glühbirne leuchtet. Innerhalb von 24 Stunden dreht es sich einmal um seine eigene Achse. Ein Mikrofon verstärkt das Geräusch des pendelnden Körpers. Erstmals wird diese Arbeit im Kontext früherer Videos und Installation ausgestellt, die bislang noch nie den Weg in die Öffentlichkeit fanden.

Kwade wurde 1979 im schlesischen Katowice (Kattowitz) geboren und studierte an der Universität der Künste in Berlin, wo sie bis heute lebt. Die für ihre Videoarbeiten, Installationen und Skulpturen international bekannte Künstlerin wurde bereits mehrfach für ihr Schaffen ausgezeichnet. „Nach Osten“ ist der nächste Schritt des Kunstzentrums, mit dem es die Hafenstadt Stettin auf die Bühne des internationalen Kunstgeschehens bringen will. Bereits in diesem Jahr zeigte es Arbeiten des angesagten italienischen Künstlers Nicola Samori oder des israelischen Videokünstlers Gilad Ratman. www.trafo.org

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Großer Fang für die Umwelt

Sie sehen einen Fischschwarm unter Wasser

Fischschwarm © dieter76-Fotolia_72499334_S

Ganze 268 Tonnen Geisternetze förderte unlängst die weltweit größte Meeressäuberungsaktion des Jahres zutage. Rund 100 Fischerboote waren unter der Ägide von WWF Polska über 14 Stunden entlang der polnischen Ostseeküste im Einsatz, um die im Meer herumtreibenden Fischfanggeräte einzusammeln. Teilweise waren auch Taucher beteiligt, um Netze freizumachen, die sich in Schiffswracks verfangen hatten.

 Die Umweltorganisation schätzt, dass allein im Bereich der polnischen 200-Meilen-Zone rund 800 Tonnen herrenlose Netze umhertreiben. Da die verlorenen oder teilweise sogar absichtlich in der See zurückgelassenen Geflechte auch weiterhin noch fangaktiv sind, stellen sie eine enorme Gefahr für das ökologische Gleichgewicht der Meere dar.

 In den häufig aus Kunststoffen bestehenden Netzen verfangen sich nicht nur verschiedenste Meerestiere, die anschließend qualvoll verenden. Während des langsamen Zersetzungsprozesses geben sie zudem unterschiedliche Giftstoffe frei, die in die Nahrungskette aufgenommen werden. Darüber hinaus verfangen sie sich in Schiffsschrauben, Wracks oder Felsformationen und führen so zu weiteren Netzverlusten und Materialschäden.

Die Säuberungsaktion von WWF Polska und dem Fischereiverband Kołobrzeg (Kolberg) gibt es bereits seit 2011. Beim damaligen Pilotprojekt wurden zunächst geeignete Methoden entwickelt und sechs Tonnen Geisternetze aus dem Meer gefischt. Der Umweltschutzverband plant, die Aktion auf weitere Ostseeanrainer auszuweiten. 2012 wurde auch die litauische Küste in die Säuberung einbezogen.

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Modernisierung abgeschlossen

Sie sehen einen Teil des Schlosses in Stettin

Schloss in Stettin (Szczecin) © shutterstock_4583512(1)_Artur Bogacki

Seit kurzem erstrahlt der Nordflügel des Schlosses der Pommerschen Herzöge in Szczecin (Stettin) wieder im alten Glanze. Am 23. Oktober lädt das Schlossmuseum zur offiziellen Eröffnung ein. Auf dem kleinen und großen Schlosshof sowie im Herzog-Boguslav-Saal wird ab 18 Uhr eine Feier mit historischen Darbietungen, Vortrag und Konzert stattfinden. Der Herzog-Boguslav-Saal ist der repräsentativste Raum auf dem Schloss und wird traditionell für Veranstaltungen genutzt.

In dieser ehemaligen Schlosskirche wurden die Wandmalereien im Stile der Renaissance sowie weitere historische und historisierende Elemente wiederhergestellt. Darüber hinaus wurden ein moderner Bühnenbereich und Elektroinstallationen eingerichtet. Teil der Fundamente eines Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert wurden mittels durchsichtiger Bodenplatten sichtbar gemacht.

Unter dem Saal befindet sich die historische Krypta der pommerschen Herzöge. Ein Teil der nach dem Zweiten Weltkrieg hier gefundenen Sarkophage kehrt nun an seinen angestammten Platz zurück. Von den 14 Grabmalen, die Ende der 1940er Jahre zur Konservierung nach Kraków (Krakau) gelangten, kamen später nur sechs nach Stettin ins Schlossmuseum zurück. Besucher können sie nun am Eingang zur Krypta bewundern. Dort sind auch Mauerreste des „Steinernen Hauses“, des ältesten Gebäudes auf dem Schlosshügel zu sehen.

Der historische Glockenturm beherbergt nun eine Ausstellung zur Stadtbefestigung und wurde zudem barrierefrei gestaltet. Darüber hinaus wurde die Tordurchfahrt an ihren ursprünglichen Ort zurückverlegt. Auf dem Dach des Nordflügels befindet sich nun eine Aussichtsterrasse, die auch als Veranstaltungsort für Theateraufführungen und Konzerte dienen soll.

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Regionalflughafen modernisiert

Sie sehen ein Aufnahme der Eingangshalle des Flughafens Stettin in Betrieb.

© airport szczecin- Flughafen Szczecin

Ende September wurde die Modernisierung des Flughafens der westpommerschen Woiwodschaftsstadt Szczecin (Stettin) abgeschlossen. Der regionale Airport in Goleniów (Gollnow) erhielt eine neue Rollbahn, die Stellflächen für Flugzeuge wurden erweitert, die Start- und Landebahn grundliegend saniert. Von Deutschland aus ist der pommersche Flughafen mit Umstieg in der polnischen Hauptstadt Warszawa (Warschau) zu erreichen. Die polnische Fluggesellschaft LOT hat zudem die Wiedereinführung eines dritten Flugpaares auf der Relation Stettin-Warszawa angekündigt. Ab März 2016 können Besucher so täglich auch um die Mittagszeit in die Ostseeregion gelangen. www.airport.com.pl

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Walrösser starten durch

Am 4. Oktober haben die Morsy (Walrösser) von Kołobrzeg (Kolberg) die neue Eisbadesaison eingeläutet. Bei eher moderaten Temperaturen haben die kälteunempfindlichen Damen und Herren den Gang in die herbstlichen Fluten der Ostsee gewagt. Auch in Łeba (Leba) beginnt am 10. Oktober die Saison. Ihre Schatten werfen zudem die großen Eisbadeveranstaltungen im kommenden Winter voraus. So findet bereits kurz nach Neujahr, vom 2. bis 4. Januar das vierte Internationale Walrossfestival in Kołobrzeg statt. Der Termin für das 13. Internationale Walrosstreffen in Mielno (Großmöllen) steht ebenfalls bereits fest. Die Eisbader laden hier vom 12. bis 14. Februar zum gemeinsamen Ostseebad ein. Wie jedes Jahr steht beim Massenbaden vor allem der Spaß an der ungewöhnlichen Freizeitbeschäftigung im Zentrum. Natürlich wird es aber auch wieder um rekordverdächtige Teilnehmerzahlen gehen. www.morsowanie.kolobrzeg.pl, www.zlotmorsow.mielno.pl, www.facebook.com/morsyleba

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