Ausstellung “Slupsk auf Münzen und Medaillen”

Wie an vielen anderen Orten in den ehemaligen deutschen Ostgebieten wird in diesem Jahr auch an der polnischen Ostseeküste der Ankunft der ersten polnischen Siedler im Jahre 1945 gedacht. Das Muzeum Pomorza Środkowego (Mittelpommersche Museum) zeigt aus diesem Anlass vom 28. Februar bis 31. Mai eine neue Ausstellung auf dem Schloss der Pommerschen Herzöge in Słupsk (Stolp). „Słupsk auf Medaillen“ lautet der Titel der Schau, die sich der Nachkriegsikonographie widmet. Die aus Privatsammlungen stammenden Exponate sollen einen Einblick in die Entwicklung von Motiven und historischen Erzählungen im Nachkriegspolen gewähren. Die über 300 Objekte stammen aus der Zeit von 1960 bis 2014 und zeigen unterschiedlichste Motive. Ihre Bandbreite reicht von Verdienstmedaillen über Gedenkmünzen wichtiger Stadtjubiläen bis hin zu touristischen Motiven. www.muzeum.slupsk.pl

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Frostige Rekorde bei den Eisbadern an der polnischen Ostsee

Das Wettrennen um Rekorde an der polnischen Ostseeküste ging am 15. Februar in die nächste Runde. Nachdem es im vergangenen Jahr den Teilnehmern des Weltfestivals der Eisbader in Kołobrzeg (Kolberg) gelungen war, den 2010 aufgestellten Weltrekord im Massen-Eisbaden zu knacken, ging der begehrte Titel am vergangenen Wochenende wieder zurück nach Mielno (Großmöllen). Beim Internationalen „Zlot Morsów“ (Walrosstreffen) wagten sich insgesamt 1.799 „Walrösser“ und „Robben“ bis zur Taille in die eisigen Fluten der Ostsee. Das waren fast 500 Wagemutige mehr als beim Vorjahresrekord in Kolberg. Mit von der Partie waren auch Eisbadefans aus Deutschland, Skandinavien, der Ukraine und Spanien.

Sie sehen Menschen, die sich in die eisigen Fluten der Ostsee stürzen - im polnischen Mielno

Walrösser – Eisbaden in Mielno an der polnischen Ostseeküste – Foto: Gmina Mielno

Auch wenn Kolberg den Titel im Massen-Eisbaden abgeben musste, so fiel dort während des diesjährigen Festivals im Januar bereits ein anderer Rekord. Zwei Stunden und zwei Minuten hielt es der aus dem ostpolnischen Podlasie (Podlachien) stammende Zbigniew Falkowski nur mit Badehose bekleidet in einem Bad aus Eisbrocken aus. Damit schlug der Angestellte einer Sicherheitsfirma den bisherigen Rekordhalter, den Niederländer Wim Hof, um ganze zehn Minuten. Nach der Anstrengung gönnte sich der mit beachtlichen Körpermaßen ausgestattete Held des Tages ein ausgedehntes Wärmebad in einem zünftigen Waschzuber. www.zlotmorsow.mielno.pl www.morsowanie.kolobrzeg.pl

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Ostseewasser bekam Frischzellenkur

Wie das Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde Anfang Januar mitteilte, kam es im Dezember zum drittgrößten Salzwassereinbruch aus der Nordsee seit Beginn der meereskundlichen Messungen im Jahre 1880. Demzufolge fanden zwischen 13. und 26. Dezember rund vier Gigatonnen salzhaltiges Wasser ihren Weg durch den Öresund und die Belte. Das renommierte Institut geht davon aus, dass sich dieses Ereignis wie eine Frischzellenkur für die sauerstoffarmen Gebiete des Bornholm- und des Gotlandbeckens auswirken wird. Somit wäre auch die polnische Ostseeküste betroffen. Die verbesserte Wasserqualität könnte sich positiv auf Fisch- und Muschelbestände auswirken und auch das Algenwachstum beeinflussen.
www.io-warnemuende.de

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Mit dem Jazz-Zug an die Ostsee

Auch in diesem Jahr macht der „Pociąg do Jazzu“, der Jazz-Zug wieder Halt in der Königsstadt Darłowo (Rügenwalde). Musikliebhaber erwarten von Februar bis November fünf Konzerte mit polnischen und internationalen Szenekünstlern. Den Auftakt macht am 13. Februar der bekannte Danziger Bassist Wojtek Mazolewski mit seinem Quintett und coolen Sounds. Mit dem Bassklarinettisten Rudi Mahall tritt beim letzten Konzert am 6. November einer der international renommiertesten deutschen Jazzer auf. Er steht an diesem Abend mit der Gruppe Kasper Tom 5 des dänischen Schlagzeugers Kasper Tom Christiansen auf der Bühne. Weitere Konzerte finden am 27. März mit Jorgos Skolias & Oleś Brothers, am 24. April mit dem Kamil Piotrowicz Quintet und am 22. Mai mit dem Trio Synesthesia statt. Als Bahnhof für den Jazz-Train dient der Jazz-Club Bagatella in der Altstadt von Rügenwalde. Eintrittskarten kosten zwischen 20 und 30 Złoty (ca. 4,80/7,20 Euro).

www.darlowo.pl

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Erste Fischbrötchen an der polnischen Ostseeküste

Was in deutschen Ost- und Nordseebädern nicht wegzudenken ist, hat in Polen keinerlei Tradition. Fisch wird traditionell geräuchert oder gegrillt angeboten – aber im Brötchen. Das kannte man bis vor wenigen Wochen in Kolberg nicht.
Und obwohl der Anteil deutscher Gäste immer weiter stieg und vielen Gastronomen bekannt war, dass Deutsche für gute Fischbrötchen kilomterweit fahren würden, hat sich jahrelang niemand an dieses brisante Thema herangetraut.
Aber jetzt ist es soweit:

Sie sehen den ersten verkauf von Fischbrötchen in Kolberg an der polnischen Ostsee

Fischbrötchen in Kolberg am Hotel Hanseatic

Direkt neben dem Kolberger Leuchtturm bietet das Restaurant Hanseatic (grünes Hotel) auch einen separaten Straßenverkauf. Für 8-9 Zloty bieten die Besitzer drei verschiedene Sorten Fischbrötchen an: Fischfilet frittiert, Lachs mit Ei und Hering. Die Brötchen finden reissenden Absatz und sie schmecken wirklich lecker.
Gleichzeitig haben wir auch an der Swinemünder Promenade Fischbrötchen entdeckt, etwa in Höhe der Konzertmuschel an der neuen historischen Passage.

Nachdem sich die ebenfalls unbekannten Strandkörbe mittlerweile in Swinemünde und Kolberg verbreitet haben und es Coffee to go auch an jeder Ecke gibt (vor fünf Jahren gab es so etwas nur an Tankstellen), erwarten wir als nächstes: den ersten Verkauf von belegten Brötchen an der polnischen Ostsee – wir werden davon berichten.

Carsten Wolf

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Rocklegenden an der polnischen Ostseeküste

Schon seit 2007 können Einwohner und Touristen von Ustka (Stolpmünde) jedes Jahr Weltstars der Rockmusik erleben. Im Amphitheater des rund 10 Kilometer südlich gelegenen Ferienresorts Dolina Charlotty gaben sich schon Größen wie Deep Purple, Santana und Alice Cooper die Ehre. Jetzt haben die Organisatoren den Veranstaltungskalender für die kommende Saison veröffentlicht. Beim Festival der Rocklegenden Anfang Juli können sich Besucher auf Ex-Marillion-Sänger Fish und die Progressive-Rocker um Ian Anderson von Jethro Tull freuen.

Den Saisonauftakt im Amphitheater machen während der polnischen Maifeiertage vom 1. bis 3. Mai „richtig schwere Jungs“. Dann findet dort nämlich die Veranstaltung „Giants Live“ statt. An der offiziellen Ausscheidung zu den internationalen Strongmen-Meisterschaften nehmen zwölf Athleten aus zehn Ländern teil. Vom 29. bis 31. Mai geht es dann mit dem Charlotta Moto Fest weiter. Die internationale Veranstaltung für Motorradfans wird von einem sportlichen und kulturellen Rahmenprogramm begleitet. Gäste können dann auch Konzerte der Southern-Rocker von Molly Hatchet, der schwedischen Hardrockband Europe und der legendären polnischen Bluesrock-Band Dżem erleben.

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Bernstein – das Gold der Ostsee in Polen

Zur Herbst- und Winterzeit weht auch an der ansonsten milden polnischen Ostseeküste so manches Mal ein rauer Wind. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen tobte jetzt weit draußen auf See ein Sturm, der den Meeresboden aufwühlte und urzeitliche Schönheiten ans Tageslicht förderte. Das, was da vielerorts an Land gespült wurde und ganze Scharen von Sammlern anlockt, ist Bernstein, das Gold der Ostsee. Kaum ein anderer Rohstoff wird so sehr mit der Ostsee verbunden, wie die Jahrmillionen alten Harztropfen, die manchmal erstaunliche Ausmaße annehmen können.

Ob durchsichtig klar oder farbig trüb, ob mit oder ohne Einschlüssen, Bernstein übte auf den Menschen schon immer eine faszinierende Wirkung aus. Bereits in der Steinzeit war er ein begehrtes Handelsobjekt, das zu Schmuck verarbeitet wurde. Schon damals etablierten sich mehrere heute als Bernsteinstraßen bekannte Handelswege, auf denen die begehrte Ware von Nord- und Ostsee in den Mittelmeerraum transportiert wurde.

Wer einmal an der polnischen Ostsee Urlaub gemacht hat, der weiß, wie beliebt der auf Polnisch Bursztyn, Jantar oder Amber genannte Stein auch heutzutage noch ist. Während der Saison schlagen fliegende Händler in den Küstenorten ihre Stände auf und bieten Schmuck- und Gebrauchsgegenstände aus Bernstein feil. Örtliche Juweliere haben sich oft auf Bernstein spezialisiert. Viele Touristen versuchen selbst ihr Glück am Strand, drehen manch unscheinbaren Stein um und hoffen, dass er sich als ein Stück goldglänzender Urgeschichte entpuppt.

Sie sehen Fischerboote am Sandstrand von Jaroslawiec

Fischerboote am winterlichen Strand von Jaroslawiec (Jershöft) – Foto: Carsten Wolf

Zu den Bernsteinbegeisterten zählt auch Maks Kwiatkowski. Der 23-Jährige aus Jarosławiec (Jershöft) interessierte sich schon als Jugendlicher für Schönheit und Geschichte des Bernsteins. Der Student der Warschauer Handelshochschule will sein Wissen und seine Liebe für das fossile Harz weitergeben und baut seit vergangenem Jahr am ersten Museum der Region, das einzig dem Bernstein gewidmet ist. Bereits im Juni soll das in der ul. Nadmorska in seiner Heimatstadt gelegene Haus eröffnen.

Hinter der hölzernen Fassade des Neubaus wartet dann auf die Besucher eine Reise durch die Welt des Bernsteins. Gleich zu Beginn werden sie vom urzeitlichen Wald begrüßt, der vor 40 Mio. Jahren den Ostsee-Bernstein produzierte. Weiter geht es in ein Bernsteinbergwerk, ein anderer Saal ist Einschlüssen gewidmet, seien es Insekten, Spinnentiere oder Pflanzenteile. Darüber hinaus soll eine Weltkarte mit eingelassenen Originalbeispielen über die Bernsteinfundstätten rund um den Globus informieren.

Eine interessante Ausstellung können Einwohner und Besucher von Świnoujście (Swinemünde) noch bis April im Museum für Hochseefischerei am plac Rybacka bewundern. Die junge Künstlerin Małgorzata Jabłonska hat sich ganz der Bernsteinverarbeitung verschrieben. Dabei nutzt sie auch schon einmal mittelalterliches Werkzeug, wie es die Wikinger und Slawen auf Wolin eingesetzt haben könnten. Vom Schmetterling über Ringe bis hin zum Lampenschirm reicht das Werk der jungen Frau, die auch das Stadtwappen im Stadtamt von Międzyzdroje (Misdroy) aus dem gelben Stein angefertigt hat.

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Kultur pur an der polnischen Ostsee – Philharmonie

Denkt man an die polnische Ostsee, so fallen einem zunächst traumhafte Sandstrände und Steilküsten ein. Doch die beliebte Ferienregion hat auch einiges an Kultur zu bieten. So gibt es zwischen Świnoujście (Swinemünde) und Ustka (Stolpmünde) gleich drei Philharmonien, die für hochwertigen Musikgenuss stehen. Gerade in der kühlen Jahreszeit sind Konzerte und Tanztheatervorstellungen eine willkommene Ergänzung zum Winterspaziergang und Wellnessaufenthalt.

Das Repertoire der pommerschen Musikhäuser ist breitgefächert. Von symphonischen und Kammerkonzerten, über Operettenabende, Tanztheater bis hin zu Musicaldarbietungen und Rockadaptationen reicht das Angebot der drei Philharmonien. In Polen besonders beliebt sind um diese Jahreszeit die Karnevalskonzerte. Sie finden traditionell gegen Ende Januar und dann wieder rund eine Woche vor Beginn der Fastenzeit statt. Während Kulturtouristen in Szczecin (Stettin) beispielsweise Werke von Dvořák, Rimski-Korsakow und Tubin präsentiert bekommen, können sie sich in Koszalin (Köslin) auf einen heißen Tangoabend freuen. In Słupsk (Stolp) lädt der polnische Tenor Bogusław Morka mit seinen Gästen zu einer musikalischen Rundreise mit Opernarien, Operettenmelodien und neapolitanischen Liedern ein.

Auf die längste Nachkriegstradition kann die Mieczysław Karłowicz-Philharmonie in Szczecin zurückblicken. Die 1948 gegründete Einrichtung soll in diesem Jahr einen neuen Sitz erhalten. Das moderne Gebäude im Stadtzentrum wurde vom katalanischen Architektenbüro Barozzi Veiga entworfen und will mit seinen asymmetrischen, spitzen Giebeln an die gotischen Giebelfronten der Hansestadt anknüpfen. Bis zum Ende der Spielsaison können Kulturliebhaber hier zahlreiche klassische Konzerte von Beethoven und Schumann bis Schostakowitsch und Szymanowski sowie ein Konzert der bekannten Klezmerband Klezmafour erleben.

Die Philharmonien von Koszalin und Słupsk befinden sich nur einen Steinwurf von der Küste entfernt. Vom Zentrum des Seebades Mielno (Groß Möllen) bis zur Stanisław Moniuszko-Philharmonie sind es gerade einmal 14 km. Eine Strecke also, für die man abends sogar ein Taxi nehmen kann. Das 1956 gegründete Orchesterhaus organisiert in diesem Jahr bereits zum 48. Mal das Internationale Orgelfestival von Koszalin, eine der renommiertesten Veranstaltungen dieser Art in ganz Polen. Beim „Lato z filharmonią“, dem Sommer mit der Philharmonie verzaubern die Musiker ihr Publikum bei einer Reihe von Konzerten im Stadtpark von Koszalin.

Die Sinfonia Baltica in Słupsk ist zwar die jüngste der drei Institutionen, aber nicht minder renommiert, erhielt sie doch beispielsweise 1998 eine Nominierung zu den begehrten Grammy-Awards. Auch in Słupsk haben große Veranstaltungsreihen eine lange Tradition. So das Festival „Mundus Orientalis“ für östliche und westliche Kultur oder die „Konfrontacje Sztuki Kobiecej“. Das Festival für weibliche Kunst findet diesen März bereits zum 17. Mal statt und präsentiert unter anderem die drei Sopranistinnen Gabriela Kamińska, Barbara Tritt und Marta Ustyniak sowie das weltbekannte „Polnische Tanztheater“ aus Poznań (Posen).

www.filharmonia.szczecin.pl
www.filharmonia.sinfoniabaltica.pl
www.filharmoniakoszalinska.pl

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Mit dem Pferdeschlitten durch den Winter – an der Ostsee in Polen

Später als gewohnt ist der Winter nun endlich an der polnischen Ostseeküste angekommen. Die Temperaturen liegen bereits unter dem Gefrierpunkt und sollen in den kommenden Tagen noch deutlich fallen. Die Strände von Międzyzdroje (Misdroy), Rewal (Rewahl), Ustronie Morskie (Henkenhagen) und anderen polnischen Seebädern sind schon von einem weißen Puder überzogen. Ist die Schneedecke dick genug, dann wartet auf Ostseegäste ein ganz spezielles Vergnügen. Kulig nennen die Polen den Brauch, einen oder mehrere Schlitten von einem Pferdegespann durch das winterliche Weiß ziehen zu lassen. Aber auch auf dem Pferderücken kann man sich von der Schönheit der frostigen Küstenlandschaft verzaubern lassen.

Sie sehen den vereisten Strand an der polnischen Ostsee

Eis am Strand der Ostsee in Polen – Foto: Idea Spa

Man muss es einmal selbst erlebt haben, dieses wunderbare Gefühl, eingehüllt in warme Decken die natürliche Stille der weißen Landschaft zu genießen. Unterbrochen wird sie nur vom rhythmischen Traben und dem Schnauben der Pferde, vom Knirschen des Schnees unter den Kufen. Ob bei Tageslicht oder nachts im Schein der Fackeln, beim Kulig erlebt man ein Stück alte polnische Tradition. Was heutzutage ein Ereignis für jedermann ist, war in früheren Jahrhunderten allein den Magnaten, dem polnischen Hochadel, vorbehalten. Der stattete sich in der kalten Jahreszeit gegenseitige Besuche mit dem Pferdeschlitten ab und verband dies natürlich mit fürstlicher Bewirtung. Auch heute noch gehört zur Kulig-Gesellschaft das Einkehren in eine Gastwirtschaft oder ein gemeinsames Lagerfeuer mit nahrhaften Speisen und heißen Getränken.

Entlang der polnischen Ostseeküste und in deren Hinterland bieten inzwischen viele kleinere Hotels, Pensionen und Pferdegestüte den Urlaubern ein erlebnisreiches Programm im Schnee. Oftmals organisieren die Veranstalter auch Live-Musik, Tänze und Geschichtenerzähler oder Besichtigungen.

Kuligi gibt es beispielsweise beim Anbieter Trotter in Przewłoka (Strickershagen), einem Ortsteil von Ustka (Stolpmünde). In Nowęcin (Neuhof) und Wicko (Vietzig) bei Łeba (Leba) gibt es gleich mehrere Gestüte mit einer breiten Angebotspalette. Weiter westlich kann man beim Gestüt Michalski in Budzistowo (Altstadt), einem Stadtteil von Kołobrzeg (Kolberg), fündig werden. Dabei reicht die Bandbreite von der kurzen Familienspazierfahrt mit dem Pferdeschlitten bis hin zum Kulig als Betriebsausflug für bis zu 150 Personen. www.trotter.pl, www.stajniasenny.pl, www.stadninamichalski.pl

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Kite Racing Europameisterschaft in Mielno in Polen

Auch in den Sommermonaten gibt es um Mielno Tage mit hervorragendem Wind für das Kiten

Strand von Mielno bei Wind – Foto: Carsten Wolf

Das unweit von Koszalin (Köslin) gelegene Seebad Mielno (Groß-Möllen) gehört zu den weniger bekannten Ferienorten an der polnischen Ostseeküste. Doch im September werden sich viele Blicke dorthin richten. Denn dann werden dort einige der weltbesten Athletinnen und Athleten im Kitesurfen erwartet. Die Internationale Kiteboarding Vereinigung IKA hat kürzlich beschlossen, dass die diesjährige Europameisterschaft im Kiteracing vom 2. bis 7. September am Ostseestrand von Mielno stattfinden wird. Erstmals ist Polen Gastgeber einer Europameisterschaft in dieser Trendsportart. Mielno konnte sich bei der Auswahl gegen mehrere andere Wettberwerber durchsetzen.

Weil die Wettkämpfe als sogenannte Open ausgetragen werden, erwarten die Organisatoren von der Surfschule „Dobra Marina“ aus Szczecin (Stettin) neben der europäischen Elite auch Spitzensportler aus der ganzen Welt. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit mehr als 100 Athletinnen und Athleten. Bei der Medaillenwertung werden aber nur Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom „alten Kontinent“ berücksichtigt.

Unter ihnen dürfte auch die 26-jährige Agnieszka „Aga“ Grzymska sein. Der polnische Star der Kitesurfing-Szene liegt derzeit auf dem zweiten Platz der Damen-Weltrangliste und hat ein erfolgreiches Jahr mit zahlreichen hohen Platzierungen hinter sich. Auf Platz Eins der Weltrangliste der Frauen steht die Britin Steph Bridge, die Liste der Herren wird vom Deutschen Florian Gruber angeführt. Aber auch hier befinden sich mit Błażej Ozóg und Tomek Janiak auf den Rängen Drei und Vier erfolgreiche Polen.

Die Veranstaltung findet direkt im Anschluss an die Saison statt, ein Grund also, um seinen Sommerurlaub um ein paar Tage zu verlängern. Der Austragungsort befindet sich direkt neben dem Appartement-Gebäude „Dune“. Dort werden begleitend zu den Wettkämpfen auch Konzerte, sportliche Wettbewerbe für Groß und Klein sowie andere Veranstaltungen geplant. Partner sind die Stadt Mielno und das ortsansässige Unternehmen Firmus. Eine Homepage zur Europameisterschaft soll bis März online geschaltet werden.

Mielno war in der Vergangenheit bereits mehrfach Schauplatz von Kitesurfing-Wettbewerben. Zuletzt fand dort im August vergangenen Jahres der Firmus Kite Cup als Teil des Polen-Pokals im Kitesurfen statt. Die Trendsportart erfreut sich an der polnischen Ostseeküste immer größerer Beliebtheit. Im Gegensatz zum herkömmlichen Windsurfen wird hier kein festes Segel, sondern ein Lenkdrachen zum Antrieb genutzt. Einige Windsurfingschulen in der Region bieten auch Kurse im Kitesurfen sowie Verleihmöglichkeiten an.

Ein beliebter Treffpunkt für Kitesurfer ist der Strand von Unieście (Nest), das landschaftlich schön auf der Nehrung zwischen Ostsee und Jezioro Jamno (Jamunder See) gelegen ist. Im Winter packen die Surfer ihre Ausrüstung übrigens nicht ein. Mit warmer Kleidung und Kufen unter den Brettern ausgerüstet jagen sie über die Küstenseen, sobald die Eisschickt dick genug ist. So beispielsweise beim Winter Race 2014, das zeitgleich mit dem Internationalen Walross-Treffen der Eisbader in Mielno vom 13. bis 16. Februar stattfindet – sofern bis dahin  die Temperaturen tief genug fallen.

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