Neue Radwege an der Swine

Vor kurzem haben die Bauarbeiten für ein neues Abwassersystem an der ul. Uzdrowiskowa in Swinoujscie (Swinemünde) begonnen. Die Maßnahmen sind nötig, um die Trasse mit einem Radweg neu ausstatten zu können. Dieser soll nach dem Abschluss der Arbeiten im Herbst des Jahres dort verlegt werden. Der Neubau ist Teil einer umfassenden Erweiterung des bestehenden Fahrradwegenetzes und soll unter anderem mit dem bereits bestehenden Radweg an der nördlich der Marina gelegenen ul. Jachtowa verbunden werden. Besucher des beliebten Seebades können so künftig das gesamte Gebiet zwischen dem Kurviertel, dem Jachthafen und der Swinemündung mit der Westbatterie (Fort Zachodni) und der Engelsburg (Fort Anioła) einfacher und sicherer per Rad erkunden. Die Erweiterung des Radwegenetzes umfasst auch den östlich der Swine gelegenen Bereich der Stadt. So soll ein neuer Weg mittelfristig die Gegend um den Fähranleger an der ul. Norberta Barlickiego mit der Straße Ku Morzu auf der Höhe von Fort Gerhard (Fort Gerharda) und Leuchtturm verbinden. Zudem soll der auf dem Stadtgebiet gelegene Abschnitt des Europäischen Radwanderweges Eurovelo 10 ausgebaut und asphaltiert werden.

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Kein Kernkraftwerk in der Gemeinde Mielno

Foto: Gmina Mielno - Atom Stop

Foto: Gmina Mielno – Atom Stop

Fünf Jahre aufreibender Kampf liegen hinter Olga Roszak-Pezała und den Einwohnern der beliebten Ostseegemeinde Mielno (Großmöllen). Nun verkündete die Gemeindevorsteherin freude-strahlend, dass sich der Aufwand gelohnt habe. Der eigens für den Bau des ersten polnischen Atomkraftwerkes der Nachwendezeit gegründete Betreiber PGE EJ1 gab öffentlich bekannt, den möglichen Standort Gąski (Funkenhagen) nicht mehr weiterzuverfolgen.

Der Betreiber machte offiziell die geologischen Gegebenheiten vor Ort für die Entscheidung verantwortlich. Roszak-Pezała ist aber davon überzeugt, dass der gemeinschaftlich von Bürgern und Kommunalpolitik organisierte Widerstand gegen den Bau mitgeholfen hat, das Vorhaben zu verhindern. In einem Referendum hatten sich bereits 2012 über 90 Prozent der Einwohner der Gemeinde bei einer Beteiligung von knapp 60 Prozent gegen das Atomkraftwerk ausgesprochen.

Es folgten regelmäßige Protestaktionen, Klagen der Gemeinde vor verschiedenen Gerichten bis hin zum Verfassungstribunal. Darüber hinaus erhielten die Aktivisten Unterstützung aus zahlreichen anderen Gemeinden der Woiwodschaft Zachodniopomorskie (Westpommern). Der Antrag des Betreibers auf Annullierung des Lokalisierungsverfahrens für Gąski wurde bereits vom zuständigen Woiwoden genehmigt.

Die PGE EJ1 wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, Polen unabhängiger von ausländischen Energielieferungen zu machen. Um dies zu erreichen soll für rund zehn Milliarden Euro bis 2024 ein Kernkraftwerk im Norden des Landes entstehen. Mehrere Umfragen der letzten zehn Jahre ließen jedoch darauf schließen, dass mehr als die Hälfte der Polen diesem Vorhaben ablehnend gegenübersteht. Nach dem Ausscheiden von Gąski stehen dem Unternehmen nun noch zwei als geeignet angesehene Standorte zur Verfügung: das zwischen Łeba (Leba) und Władysławowo (Großendorf) gelegene Schulzenamt Lubiatowo-Kopalino (Lübtow-Koppalin) sowie Żarnowiec (Zarnowitz).

Auch in dem ebenfalls an der Küste gelegenen Ferienort Lubiatowo-Kopalino (Lübtow-Koppalin) gibt es eine rege Anti-Atom-Bewegung. Sie sieht nicht nur den Tourismus an der kaschubischen Küste bedroht, sondern vor allem die Umwelt und Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze. Mit ihren kreativen Aktionen will sie polnische und ausländische Touristen ermutigen, sich für umweltfreundlichere Energieerzeugung einzusetzen. Das ebenfalls im kaschubischen Pommern gelegene Żarnowiec ist der Standort des ersten polnischen Atomkraftwerkes, dessen Bau aufgrund immenser Proteste und wegen des Systemwandels nach 1990 nicht mehr fertiggestellt wurde.

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Ordnungshüter auf vier Hufen

Uniformierte Reiterin und und Pferd reiten an der Küste durch das Wasser

Streife auf dem Pferd – policja.pl

Noch bis Ende August werden Besucher und Einwohner von Międzyzdroje (Misdroy) einen eher ungewohnten Anblick im Ort und der Umgebung erleben können. Zur Unterstützung der lokalen Ordnungshüter werden während der Saison berittene Polizeieinheiten aus der west- pommerschen Hauptstadt Szczecin (Stettin) regelmäßig dort patrouillieren, wo Polizisten in Autos oder auf Motorrädern normalerweise nicht hin- gelangen. Für die gut trainierten Vierbeiner, die im Gestüt von Benice (Benz) stationiert sind, stellen steile Böschungen oder dichtes Unterholz kein Hindernis dar. Schon jetzt haben sich die tierischen Ordnungshüter zu einem beliebten Fotomotiv unter den Sommergästen auf der Insel Wolin (Wollin) entwickelt.

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Nostalgiebahn durch Stettin

Noch bis zum 28. August verkehrt an jedem Sonntag eine historische Straßenbahn über die Schienen der Woiwodschaftsstadt Szczecin (Stettin). Auf der Linie 0 werden Wagen aus den 1950er Jahren eingesetzt. Sie fahren um 14.35 und 15.59 Uhr ab Hauptbahnhof über das Berliner Tor und das Technikmuseum nach Norden zum Las Arkoński (Eckerberger Wald) und wieder zurück über die Äußere Neustadt zum Hauptbahnhof. Die Fahrt mit der Straßenbahn, die an zahlreichen Sehenswürdigkeiten der alten Residenz- und Hansestadt vorbeiführt, kostet 3,50, ermäßigt 2,50 Złoty (0,80/0,60 Euro), Kinder unter vier Jahren fahren kostenlos mit.

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Sicher baden mit der Blauen Flagge

Sie sehen das Symbol der Blauen Fahne für ausgezeichnete Strände

Blaue Flagge – © giadophoto-Fotolia

Insgesamt 31 Badestrände und 6 Marinas haben kürzlich das Zertifikat der Blauen Flagge 2016 erhalten. Das sind vier Strände mehr als im vergangenen Jahr. Die internationale Auszeichnung steht nicht nur für hohe Wasserqualität, sondern auch für nachhaltigen Tourismus sowie Umweltbildung und -management. Zu den Orten, wo Urlauber guten Gewissens in die Wellen eintauchen können, zählen das Usedomer Strandbad in Świnoujście (Swinemünde) sowie die Strände in Międzyzdroje (Misdroy), Dziwnów (Dievenow), Rewal (Rewahl), Kołobrzeg (Kolberg), Ustronie Morskie (Henkenhagen), Mielno und Ustka (Stolpmünde).

Die zertifizierten Strände und Marinas erkennt man an der blauen Welle auf weißem Kreis vor blauem Grund. Sie garantiert, dass die Betreiber der Strände auf die nötige Qualität achten, sowie strenge Umweltschutz-, Hygiene- und Sicherheitsstandards einhalten. Besucher sind dort auch angehalten, das Verbot zu campieren, den Strand mit Fahrzeugen jeglicher Art zu befahren, oder Tiere mitzubringen zu befolgen. Über die Wasserqualität informieren regelmäßige Kontrollen, die öffentlich einsehbar sind. Eine Karte mit den aktuell ausgezeichneten Stränden und Marinas findet sich auf der Homepage der Blue Flag-Organisation.

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Mehr als Minigolf

Nahaufnahme eines roten Minigolfballs und Schlägers

Roter Minigolfball und Schläger – © anzebizjan – Fotolia

Ende Mai eröffnete im Badeort Łeba eine neue Freizeitattraktion. Direkt zwischen Ortskern und Villenviertel befindet sich der Adventure Golf Park. Die moderne Anlage setzt nicht auf klassisches Minigolf, sie will ihren Besuchern mehr bieten. Gemäß dem Minigolf Open Standard des Weltminigolfverbandes entstand so eine Mischung aus traditionellem Minigolf und echtem Golfspiel mit 12 Löchern. Adventure Minigolf besitzt weniger starre Regeln, wie das klassische Freizeitspiel. So dürfen die echten Golffeldern nachempfundenen Bahnen hier ausdrücklich betreten werden. Darüber hinaus ähnelt die gepflegte Geländemodellierung ebenfalls dem größeren Bruder Golf. Hindernisse sind dort an natürliche Gegebenheiten wie Steinfelder, Gewässer, Baumstämme oder Hügel angelehnt. Alles aber im deutlich kleineren Minigolfmaßstab. Schläger und Bälle werden vom Betreiber gestellt. Der Adventure Golf Park ist während der Saison täglich in der Zeit von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Teilweise können Besucher die mit ausreichender Beleuchtung versehene Anlage auch darüber hinaus bis 23 Uhr nutzen. Die Betreiber organisieren zudem verschiedene Sport- und Freizeitveranstaltungen während der Saison.
www.adventuregolfpark.pl

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Tunnelbau zwischen Wolin und Usedom

Sie sehen eine Fähre auf blauem Wasser unter blauem Himmel. Im Hintergrund sind Bäume auf Land zu sehen.

Swinemünder Fähre nach Wolin – Carsten Wolf

In den Tunnelbau kommt Bewegung: Seit Jahrzehnten schon ist er immer wieder im Gespräch gewesen. Der Tunnel zwischen den Inseln Uznam (Usedom) und Wolin (Wollin) soll Polens einzige „Inselstadt“ direkt mit dem Mutterland verbinden. Nun ist das Vorhaben endlich in erreichbare Nähe gerückt. Am  14. April haben sich Stadtverwaltung, Infrastrukturministerium und Straßenbaubehörde endlich verständigt und einen Vertrag über die Umsetzung des Tunnelbaus unterschrieben. Die Straßenbaubehörde konnte das Vorhaben so nun zur Ausschreibung bringen. Zunächst werden Firmen aufgefordert, an einem Vorauswahlverfahren teilzunehmen. Im Anschluss geht es in die Angebotsphase. Nach Auftragserteilung haben die Bauunternehmen dann 50 Monate Zeit, das mit EU-Mitteln geförderte Projekt umzusetzen. Die Behörden gehen davon aus, dass spätestens 2022 die ersten Autos den knapp 1,5 Kilometer langen Tunnel werden nutzen können. Bisher sind Einwohner und Besucher auf eine der beiden Fährverbindungen im Stadtzentrum und im südlich gelegenen Ortsteil Karsibór (Kaseburg) angewiesen.

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Junge Kunst regiert Swinemünde

Sie sehen im Vordergrund Rasen mit einem bunten Blumenbeet. Im Hintergrund ist eine kleine Straße mit Häusern und Bäumen links und rechts. An der Straßenseite parken Autos. Vereinzelt sind drei Fußgänger zu sehen. Der Himmel ist wenig bewölkt und die Sonne scheint.

Promenade von Swinemünde – Carsten Wolf

Für zwei Wochen im Sommer verwandelt sich das Ostseebad Świnoujście (Swinemünde) in das Mekka des künstlerischen Nachwuchses aus Polen und ganz Europa. Beim 46. FAMA-Festival, dem Internationalen Kunst-Campus, können sich junge Künstler ausprobieren, weiterbilden und wichtige Kontakte knüpfen. Für Besucher des beliebten Seebades bedeutet das gleichzeitig über 100 interessante Auftritte, Performances und Happenings vom 15. bis 28. August. Ob Jazzkonzert, Poetry-Slam, Theatervorstellung, Animationsprogramm oder Fotoausstellung, das Angebot an geplanten und spontanen Aktionen ist breit. Als Tutoren und Kunstbotschafter kamen in den vergangenen Jahren auch namhafte Künstler wie der polnische Jazsaxophonist Jan „Ptaszyn“ Wróblewski oder die ukrainischen Autoren Jurij Andruchowytsch und Serhij Zhadan zum FAMA.

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Museum unter Wasser

Sie sehen den Strand und Leuchtturm von Kolberg.

Strand & Leuchtturm in Kolberg – Carsten Wolf

Rund 100.000 Złoty (etwa 23.000 Euro) erhielt das Kolberger Museum der polnischen Waffen unlängst für ein ungewöhnliches Projekt. Gut neun Quadratkilometer groß ist das östlich der Hafeneinfahrt gelegene Gelände, das für diese Summe archäologisch erforscht werden soll. Das Besondere an dem Vorhaben ist, dass unterhalb der Meeresoberfläche „gegraben“ wird. Genau an dieser Stelle vermuten die Wissenschaftler nämlich den Standort einer über Jahrhunderte genutzten Schiffsreede. Erste Voruntersuchungen sollen bereits aufschlussreiche Funde in Aussicht gestellt haben, als Nächstes steht nun ein intensives Studium historischer Dokumente an. In fünf Projektabschnitten sollen die Fundstücke untersucht und schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dies soll nicht nur in Form eines dreidimensionalen Modells geschehen. Fernziel ist es, die unter Wasser gefundenen, kartographierten und freigelegten Schiffswracks aus verschiedenen Jahrhunderten für Taucher als eine Art Unterwassermuseum zugänglich zu machen.

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Ausstellung kaschubischer Kunst

Sie sehen das Museum in Stolpe.

Museum Słupsk/ Stople – www.muzeum.slupsk.pl

Die Welt des 2013 verstorbenen Malers Józef Chełmowski war bunt und vielfältig. Davon zeugt auch sein reiches Schaffen. Das Museum im Schloss der pommerschen Herzöge in Słupsk (Stolp) eröffnete unlängst eine Ausstellung mit einer Auswahl seiner Werke. Engel, Politiker und einfache Menschen, Szenen aus dem Alltagsleben, Weltereignisse und Mystisches bestimmen die stark von der naiven kaschubischen Volkskunst beeinflussten Bilder und Holzskulpturen. In seinem Geburtsort Brusy-Jaglie befindet sich heute ein privates Museum mit seiner Kunst, Familienandenken und alltäglichen Gegenständen. Eine seiner Spezialitäten waren phantasievoll bemalte Baumstammskulpturen, die als Bienenstöcke dienen. Zu seinen bedeutendsten Werken zählt eine 55 Meter lange Malerei zur Apokalypse aus der Offenbarung des Johannes. Die in Słupsk ausgestellten Bilder und Skulpturen sind eine Leihgabe des Westkaschubischen Museums in Bytów (Bütow). Die Ausstellung mit dem Titel „Tajemnica Świata Światów“ (Das Geheimnis der Welt der Welten) ist noch bis 31. Mai in den Räumen des Mittelpommerschen Museums in Słupsk zu sehen. Die Einrichtung auf dem Schloss der pommerschen Herzöge ist mittwochs bis sonntags in der Zeit von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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