Dziwnów (ehemals Dievenow) – „Wie auf einer Insel zwischen Bodden und Ostsee“
Das alte Ostseebad Dievenow (Dziwnow) liegt direkt an der Mündung der Dievenow auf einer Landbrücke zwischen dem Camminer Bodden und der Ostsee. Die Dievenow ist neben der Swine und der Peene einer der drei Abflüsse der Oder aus dem Stettiner Haff. Das Festland und die Insel Wolin sind bei Dievenow mit einer Klappbrücke verbunden. Dziwnów besteht aus dem ehemaligen Solebad Heidebrink (Międzywodzie – zwischen den Wassern) und Łukęcin (ehemals Lüchenthin), sowie dem ehemaligen Seebad Dievenow (Dziwnów) und dem Badeort Wald-Dievenow (Dziwnówek).
Der Arm der Dievenow, der vom Bodden in die Ostsee reicht, ist sehr fischreich und bis zu mehrere hundert Angler bevölkern den wenige hundert Meter langen Flusslauf. Der letzte Abschnitt der Dziwna an der Mündung ist ein im Jahre 1898 von Menschen angelegter Stichkanal. Die eigentliche Dievenow schlängelte sich fast 1,5 km weiter in Richtung Heidebrink. Dieser Altarm ist heute als Jezioro Martwe (Toter See) erhalten.
Vom Hafen von Dievenow aus gibt es Ausflugsverkehr über den Bodden nach Kamien Pomorski (ehemals Cammin). Mit zu Segelschiffattrappen umgebauten Kuttern können Sie auch Ausflugsfahrten an der Küste unternehmen.
Tourist – Info: in der ul. Szosowa 5, nur im Sommerwww.dziwnow.pl
Geschichte von Dziwnów
Dievenow wurde erstmals im Jahre 1243 erwähnt, ab 1823 galt es als Luftkurort und infolge der Nutzung von Solequellen und Moorvorkommen wurde es 1895 zum anerkannten Kurort – mit hübsch angelegter Promenade und einem großen zentralen Kurhaus mit Warmbadeanstalt, Gesellschaftsräumen, Cafés und Hotelbetrieb (erbaut im Jahr 1891). Reste des Kurhauses sind erhalten und stehen leer – östlich befand sich das Solebad mit den Kurgärten – und am östlichen Rand finden Sie die Reste eines weitläufigen Kurparks. Nach 1945 wurde Dziwnów als Garnisonsstadt genutzt. Weil in den siebziger Jahren auf dem Woliner Teil Dziwnóws eine kleine Siedlung für Flüchtlinge aus dem griechischen Bürgerkrieg gebaut wurde, gibt es heute noch einige griechischstämmige Einwohner. Seit Mitte der Neunziger Jahre entwickeln sich Dziwnów und Dziwnówek wieder zu beliebten Badeorten, vor allem für die Einwohner von Szczecin, für die Dievenow der nächste Zugang zur Ostsee ist.
Sehenswertes in Dziwnów:
- Klappbrücke über die Dziwna
Essen in Dziwnów:
- Restaurant Stary Dziwnów im Hotel Stary Dziwnów
Café in Dziwnów:
- Café Bojzan in der ul. Wojska Polskiego, ein süßes Paradies mit Terrasse und gutem Espresso
Übernachten in Dziwnów und Dziwnówek:
- Im Kern des alten Dievenow hat vor einigen Jahren das Hotel Stary Dziwnów (Alt-Dievenow) eröffnet. Die Zimmer sind komfortabel, es gibt ein Wellnessinstitut, ein bekanntes Restaurant und einen Hallenbadbereich mit Saunen.
- In Dziwnówek gibt es das Kurhotel Maximus mit Wellness und großer Saunenlandschaft – die Zimmer sind gut ausgestattet, jedoch nicht auf 4-Sterne-Standard. Es gibt eine Kuranwendungsabteilung, die gute Kurleistungen anbietet.
Carsten Wolf














