Delphine vor Danzig

Sie sehen den Kopf eines Delfins, eines Großen Tümmlers, der aus dem Wasser ragt.

Große Tümmler © Peter Vrabel – Fotolia

Er gehört zu den weitest verbreiteten und bekanntesten Meeressäugern der Welt. In der Ostsee ist der Große Tümmler jedoch ein selten gesehener Gast. Hier wurde die große Delphinart letztmals Ende des 19. Jahrhunderts gesichtet. Die Freude unter Naturforschern und Tierliebhabern war daher umso größer, als sich Ende Juli ein Paar der wendigen Schwimmer, die durch die TV-Serie Flipper zu Weltruhm gelangten, vor der dänischen Küste zeigte. Bereits wenige Tage später registrierten Wissenschaftler der Robbenstation auf der polnischen Ostseehalbinsel Hel (Hela) das Paar in der Danziger Bucht. Erste Bilder und Videos der Delphine gab es aber erst, als die beiden vor die Küste der russischen Enklave Kaliningrad (Königsberg) gelangt waren. Derzeit befinden sie sich weiter auf dem Weg in den Norden.

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Europameisterschaften kommen nach Westpommern

Sie sehen die Marina von Kamień Pomorski (Cammin)

Marina von Kamień Pomorski (Cammin) – Foto: Carsten Wolf

Die Marina von Kamień Pomorski (Cammin) wird 2016 Schauplatz einer weiteren wichtigen Segelveranstaltung. In der Kleinstadt am Camminer Bodden werden dann die Europameisterschaften der Junioren und Master in der Europe-Klasse ausgetragen. Polen konnte sich somit gegen Frankreich als Austragungsland für den begehrten Wettbewerb durchsetzen. Die Europe ist eine besonders kleine und schnelle Bootsklasse, die von 1992 bis 2004 auch bei den Olympischen Spielen der Frauen vertreten war. Die Marina von Kamień Pomorski liegt auf der Westpommerschen Segelroute und wurde als einzige Anlage dieses Segelwanderweges für internationale Großrennen konzipiert.

 

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Heiße Rhythmen an der Ostsee

Sie sehen den Hafen von Darlowko.

Darlowko – Foto: Carsten Wolf

Vom 14. bis 16. August findet im Seebad Darłówko (Rügenwaldermünde) zum siebten Mal das Reggaenwalde-Festival statt. Der Ortsteil der Königsstadt Darłowo (Rügenwalde) steht dann ganz im Zeichen karibischer Klänge. Neben polnischen Bands wie Baobab (Tychy), den Roots Rockets oder Radical Soul Ammunition wird auch das Berliner Electronic-Reggaeprojekt Illbilly Hitec dem Publikum einheizen. Veranstaltungsort ist das Hafengelände an der Wieprza (Wipper). Für kulinarische Genüsse sorgt die „Haltestelle Bengal“ mit vegetarischen Leckerbissen, darüber hinaus werden verschiedene Workshops für Festivalbesucher angeboten. www.reggaenwalde.pl

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Großes Feuerwerk

Am 7. und 8. August findet in der westpommerschen Hauptstadt Szczecin (Stettin) zum achten Mal das internationale Feuerwerksfestival Pyromagic statt. Vier Firmen aus vier verschiedenen Ländern konkurrieren mit ihren pyrotechnischen und multimedialen Vorführungen um die Gunst des Publikums. Zeitgleich mit der Pyromagic finden weitere Veranstaltungen sowie das Szczecin Music Live statt. Das Musikfestival verbindet Folkklänge mit Tanz- und Elektrosounds.

Sie sehen ein buntes, großes Feuerwerk über dem Meer.

Pyromagic – © LUKASZ SZELEMEJ, pyromagic.pl

Jeweils 15 Minuten Zeit haben die Pyrotechniker, um vor der Kulisse der Oder und des Hafens von Szczecin ihren Feuerzauber zu entzünden. Den Anfang machen am 7. August die traditionsreichen Firmen Zagarozana aus Spanien und Hanwha aus Südkorea. Währen die Koreaner seit 1952 im Geschäft sind, kann Zagarozana sogar auf ganze 155 Jahre Feuerwerksgeschichte zurückblicken. Komplizierte Kompositionen verspricht am 8. August die 1999 gegründete luxemburgische Firma Fire Event. Zum Abschluss wird auch der Organisator der Pyromagic, die polnische Firma Surex, sein Können unter Beweis stellen.

Das Programm der Pyromagic-Tage beginnt aber bereits morgens mit verschiedenen Wettbewerben, einem großen Jahrmarkt und verschiedenen Mitmachaktionen. Bei der 5. Szczecin Firefighter Combat Challenge können Besucher zusehen, wie Feuerwehrleute so richtig ins Schwitzen kommen. Darüber hinaus finden am 8. August der Polonez Segel-Cup, ein Drachenbootrennen sowie eine Internationale Rudermeisterschaft statt. www.pyromagic.pl

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Die Vergangenheit wiederentdecken

Neue Fundstücke erhellen die Geschichte der Festung Swinemünde

Das Festungsmuseum im Kurort Świnoujście (Swinemünde) ist um mehrere Attraktionen reicher. Die Einrichtung im Fort Gerhard auf der Insel Wolin (Wollin) arbeitet so weiter an der Rekonstruktion der Festungsgeschichte. Behilflich sind den Museumsmachern dabei nicht nur archäologische Arbeiten im Ort, sondern auch Sammler und Museen in ganz Europa. Von unschätzbarem historischem Wert ist ein Album, das vor kurzem aus der Schweiz an die Ostseeküste gelangte. Der rund 10 Kilogramm schwere Band zeigt Fotos aus dem Alltag und von Feierlichkeiten des 34. Füssilier-Regiments Königin Viktoria von Schweden, das ab 1911 in Swinemünde stationiert war. Die Fotos stammen aus den Jahren 1914 bis 1920 und zeigen unter anderem Ansichten aus dem Ersten Weltkrieg.

Ein polnischer Sammler aus Toruń (Thorn) übergab dem Museum zudem einen Regimentsstempel. Das seltene Stück stammt aus einer Stettiner Werkstatt und wurde wahrscheinlich zwischen 1908 und 1914 angefertigt. Eine weitere Rarität, welche die Sammlung bereichert, ist die sogenannte Würzburg-Fibel. Die Bedienungsanleitung des Würzburg-Radars wurde vom Oberkommando der Kriegsmarine während des Zweiten Weltkrieges herausgegeben. Ein Stempel auf der Innenseite gibt die V. Marineflakschule als Besitzerin an, die ebenfalls in Swinemünde stationiert war. Auf dem Gelände von Fort Gerhard befand sich eine Übungsradaranlage vom Typ Würzburg.

Etwas ganz Besonderes ist auch der Fund, den Bauarbeiter Anfang Juli beim Ausschachten eines Fundamentes für einen Bankautomaten im Stadtzentrum fanden. Zutage kam eine Sammlung historischer Waffen. Die Fundstücke datieren auf das 18. und 19. Jahrhundert. Unter ihnen befinden sich beispielsweise der Säbel eines deutschen Marineoffiziers sowie ein Gewehr und ein französisches Bajonett aus der Zeit der Napoleonischen Kriege. Die zuständigen Archäologen vermuten, dass es sich um eine Sammlung wertvoller Waffen handelt, deren Besitzer sie 1945 vor den herannahenden Truppen der Roten Armee im Keller vergrub. Zwar hatte das Haus das Kriegsende nicht überstanden, die Waffen blieben aber unterhalb des neuen Straßenbelags erhalten. www.fort-gerharda.pl

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Ernten wie im Mittelalter

Sie sehen eine alte Heukarre aus Holz vor einem weißen Zelt.

Heukarre – © bARTiko – Fotolia

Wer traditionelle Erntemethoden des Mittelalters kennenlernen möchte, hat dazu am 1. August im Dörfchen Borkowo (Borkow) die Gelegenheit. Im Mittelalterdorf von „Woj Bork“ findet dann das alljährliche „Średniowieczne Żniwowanie“ (Mittelalter-Erntefest) statt. In der nach historischen Vorbildern angelegten Siedlung können Besucher tief in den Erntealltag unserer Vorfahren eintauchen, landwirtschaftliche Geräte aus dem Mittelalter ausprobieren und sich im Schmiedehandwerk versuchen. Zur Kräftigung gibt es selbst gebackene Fladenbrote und andere Leckereien. Klein und Groß können zudem an verschiedenen mittelalterlichen Spielen und Wettbewerben teilnehmen oder historische Inszenierungen erleben. Borkowo liegt rund 30 Kilometer südlich von Darłowo (Rügenwalde). Rund um den Ort befinden sich zahlreiche stein- und bronzezeitliche Hügel- und Megalithgräber, die ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen sind.

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Pompeji an der Ostseeküste

Über Jahrhunderte waren Wind und Wetter die größten Feinde des kleinen Ortes Łeba (Leba) an der slowinzischen Ostseeküste. Ende des 16. Jahrhunderts konnte die Siedlung nicht mehr standhalten und so wurde die Stadt kurzerhand weiter landeinwärts neu erbaut. Einziger stummer Zeuge der untergegangenen Stadt ist ein Mauerfragment der einstigen Nikolaikirche, das sich auf einer bewaldeten Düne befindet.

Die Stadt will sich nun ihre eigene Geschichte ergraben lassen. Noch in diesem Jahr sollen auf der linken Uferseite des Flusses Łeba archäologische Arbeiten beginnen. Da von der frühen Vergangenheit der Stadt so gut wie nichts bekannt ist, erhoffen sich die Verantwortlichen schon von den ersten Sondierungsarbeiten Antworten auf die Frage, in welchem Bereich sich der ursprüngliche Ort überhaupt genau befunden hat.

Von der Tatsache, dass sich rund um die Ruinen in unmittelbarer Nähe der heutigen Küstenlinie einmal weitere Gebäude befunden haben müssen, zeugen Fundstücke, die eine deutsche Grabung zutage förderte. Diese wurde aber durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges beendet und, nachdem der Ort zu Polen kam, nicht mehr weitergeführt. Einige wenige Fundstücke befinden sich heute im Regionalmuseum in Lębork (Lauenburg).

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Grenzüberschreitende Luftakrobatik

Sie sehen ein rotes Propellerflugzeug mit weißen Kondensstreifen im strahlend blauen Himmel

Luftakrobatik – Flugschau – © tolgatezcan

Atemberaubende Kunststücke über alle Grenzen hinweg, so lautet das Motto der ersten Uznam Airshow auf der deutsch-polnischen Ferieninsel Uznam (Usedom). Die Veranstaltung am 5. und 6. September des Jahres soll die erste grenzüberschreitende Flugschau der Welt sein. Lange Zeit war die deutsch-polnische Grenze ein Symbol für die tragische Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Europa. Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen nach dem polnischen Schengen-Beitritt rückten die beiden Teile der Insel bereits am Boden zusammen. Nun soll die Vereinigung auch in der Luft stattfinden.

Als Zuschauertribüne soll der Strand im polnischen Kurort Świnoujście (Swinemünde) dienen. Starten werden die Maschinen hingegen vom Flughafen Heringsdorf. Insgesamt sind an den beiden Tagen drei Showblocks vorgesehen, die zweisprachig kommentiert werden. Wer etwas ganz Besonderes erleben will, der hat nach vorheriger Anmeldung die Möglichkeit, während der Veranstaltung an Bord einer polnischen Militärmaschine vom Typ TS-11 Iskra zu gehen und anschließend ein Ticket für die VIP-Zone in Świnoujście zu nutzen. Der Eintritt für die Veranstaltung ist ansonsten kostenfrei. www.uznamairshow.eu

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Kammermusikfestival an der Ostseeküste

Sie sehen den Kolberger Dom.

Kolberger Dom – Foto: Carsten Wolf

Das renommierte Baltic Neopolis Orchestra (BNO) mit Sitz in Szczecin (Stettin) lädt im Juli und August zum 15. Sommerfestival für Kammermusik „Baltic Neopolis Festival“ ein. Gemeinsam mit internationalen Gastmusikern spielen sie in verschiedenen Städten der Woiwodschaft Zachodniopomorskie (Westpommern), darunter auch in den Seebädern Kołobrzeg (Kolberg), Świnoujście (Swinemünde) und Darłowo (Rügenwalde). Weitere Spielorte sind Gryfice (Greifenberg), Świdwin (Schivelbein), Drawno (Neuwedell) und Szczecin.

 

Sie sehen die Swinemünder Konzertmuschel und die Publikumssitzreihen

Swinemünder Konzertmuschel – Foto: Carsten Wolf

Den Auftakt macht am 9. Juli ein Konzert im Kolberger Dom. Mit dem bulgarischen Violinisten Vasko Vasillev und dem japanischen Pianisten Keito Saito spielt das BNO „Carmen und andere Fantasien“. In derselben Besetzung treten die Künstler am 10. Juli in Świnoujście sowie am 11. Juli in Darłowo mit dem Programm „Boogie Woogie Summer“ auf. Das griechische Transcription Ensemble bietet am 21.08. im Stettiner Rosengarten ein Programm mit dem Titel „Lyrik für Piano-Trio“. Das Abschlusskonzert „Endless summer“ mit dem Baltic Neopolis Orchestra findet am 24. August auf dem Schloss im rund 50 Kilometer südlich von Kołobrzeg gelegenen Świdwin statt. www.balticneopolis.pl

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Der Henker von Koszalin

Sie sehen das Domek Kata, das Henkerhaus in Köslin

Domek Kata Koszalin – www.it-pomorze.pl/

Bis zum 30. August können Besucher der Kreisstadt Koszalin (Köslin) an der polnischen Ostseeküste eine schaurige Ausstellung besuchen. Die Schau im „Domek Kata“, dem Henkerhaus aus dem 15. Jahrhundert, informiert über die Geschichte des Hauses, den Beruf des Henkers in Köslins sowie über mittelalterliches und frühneuzeitliches Recht. Auch altertümliche und moderne Foltermethoden sowie Hinrichtungsarten kommen nicht zu kurz. Gezeigt werden Henkerbeile, Fesseln und Peitschen im Original und als Replik. Ergänzt wird die Ausstellung durch Grafiken und Fotografien des Henkerhauses, die in der Zeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert entstanden. Besucher können zudem in eine Henkerkutte schlüpfen und sich mit einem (ungefährlichen) Henkerbeil fotografieren lassen. Die Ausstellung ist montags bis mittwochs in der Zeit von 11 bis 16 Uhr sowie an Wochenenden von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt erfolgt jeweils zur vollen Stunde. Ein Einzelticket kostet 2 Złoty (ca. 0,50 Euro).

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