Winterspaß auf zwei Kufen

Auch im beliebten Seebad Kołobrzeg (Kolberg) wartet auf Wintergäste in diesem Jahr eine Eislaufbahn. An der Sport- und Mehrzweckhalle Milenium läuft derzeit die Eismaschine auf Hochtouren, damit die ersten Gäste am 6. Dezember ihrem Hobby frönen können. Am 18. Dezember stattet der Weihnachtsmann den kleinen Sportlern dann einen Besuch ab. Die Anlage mit Schlittschuh-, Lernhilfe- und Helmverleih wird bis zum 2. März 2017 betrieben. Geöffnet ist sie dienstags und donnerstags von 10 bis 20.30 Uhr sowie an den übrigen Wochentagen von 10 bis 22 Uhr. Ab 14 und 18 Uhr wird der Publikumsbetrieb jeweils für eine einstündige technische Pause unterbrochen. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt sechs Złoty (ca. 1,80/1,35 Euro). Bei schlechten Wetterverhältnissen kann sich die Eröffnung noch verschieben. www.sport.kolobrzeg.pl

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Museum rettet deutsche Grabsteine

Sie sehen im Vordergrund Bäume und Laub auf dem Boden. Dahinter sind aufgereihte Grabsteine zu sehen. Hinter diesen stehen weitere Bäume.

Kolberger Sanctuarium – Carsten Wolf

Eine stattliche Anzahl massiver Grabsteine und -platten konnte unlängst in einer Rettungsaktion aus der Rega geborgen werden. Bereits im vergangenen Jahr stießen Mitarbeiter des Museums der Polnischen Waffen aus Kołobrzeg (Kolberg) bei Flusssichtungsmaßnahmen auf einen ungewöhnlichen Steinhaufen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich dabei um alte Grabmale mit deutschen Inschriften handelt. Ende Oktober machten sich die Museumsleute gemeinsam mit der Freiwilligen Kolberger Hafenfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr aus Trzebiatów (Treptow an der Rega) an die Bergung. Die nur wenig verwitterten Steinkunstwerke stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und wurden wahrscheinlich nach dem Zweiten Weltkrieg in den Fluss geworfen. Die kommunalen Verwaltungen und Geschichtsvereine einigten sich darauf, die stummen Zeitzeugen an einen angemesseneren Ort zu verbringen. So wurden sie zum Lapidarium von Treptow verbracht, wo sie derzeit konserviert werden. Das Lapidarium mit den Überresten von Grabsteinen und -denkmälern der einstigen deutschsprachigen Bewohner wurde vor einigen Jahren auf dem ehemaligen evangelischen Friedhof von Trzebiatów rund um die Gertrudkapelle eingerichtet.

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Neue Radwege an der Swine

Vor kurzem haben die Bauarbeiten für ein neues Abwassersystem an der ul. Uzdrowiskowa in Swinoujscie (Swinemünde) begonnen. Die Maßnahmen sind nötig, um die Trasse mit einem Radweg neu ausstatten zu können. Dieser soll nach dem Abschluss der Arbeiten im Herbst des Jahres dort verlegt werden. Der Neubau ist Teil einer umfassenden Erweiterung des bestehenden Fahrradwegenetzes und soll unter anderem mit dem bereits bestehenden Radweg an der nördlich der Marina gelegenen ul. Jachtowa verbunden werden. Besucher des beliebten Seebades können so künftig das gesamte Gebiet zwischen dem Kurviertel, dem Jachthafen und der Swinemündung mit der Westbatterie (Fort Zachodni) und der Engelsburg (Fort Anioła) einfacher und sicherer per Rad erkunden. Die Erweiterung des Radwegenetzes umfasst auch den östlich der Swine gelegenen Bereich der Stadt. So soll ein neuer Weg mittelfristig die Gegend um den Fähranleger an der ul. Norberta Barlickiego mit der Straße Ku Morzu auf der Höhe von Fort Gerhard (Fort Gerharda) und Leuchtturm verbinden. Zudem soll der auf dem Stadtgebiet gelegene Abschnitt des Europäischen Radwanderweges Eurovelo 10 ausgebaut und asphaltiert werden.

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Kein Kernkraftwerk in der Gemeinde Mielno

Foto: Gmina Mielno - Atom Stop

Foto: Gmina Mielno – Atom Stop

Fünf Jahre aufreibender Kampf liegen hinter Olga Roszak-Pezała und den Einwohnern der beliebten Ostseegemeinde Mielno (Großmöllen). Nun verkündete die Gemeindevorsteherin freude-strahlend, dass sich der Aufwand gelohnt habe. Der eigens für den Bau des ersten polnischen Atomkraftwerkes der Nachwendezeit gegründete Betreiber PGE EJ1 gab öffentlich bekannt, den möglichen Standort Gąski (Funkenhagen) nicht mehr weiterzuverfolgen.

Der Betreiber machte offiziell die geologischen Gegebenheiten vor Ort für die Entscheidung verantwortlich. Roszak-Pezała ist aber davon überzeugt, dass der gemeinschaftlich von Bürgern und Kommunalpolitik organisierte Widerstand gegen den Bau mitgeholfen hat, das Vorhaben zu verhindern. In einem Referendum hatten sich bereits 2012 über 90 Prozent der Einwohner der Gemeinde bei einer Beteiligung von knapp 60 Prozent gegen das Atomkraftwerk ausgesprochen.

Es folgten regelmäßige Protestaktionen, Klagen der Gemeinde vor verschiedenen Gerichten bis hin zum Verfassungstribunal. Darüber hinaus erhielten die Aktivisten Unterstützung aus zahlreichen anderen Gemeinden der Woiwodschaft Zachodniopomorskie (Westpommern). Der Antrag des Betreibers auf Annullierung des Lokalisierungsverfahrens für Gąski wurde bereits vom zuständigen Woiwoden genehmigt.

Die PGE EJ1 wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, Polen unabhängiger von ausländischen Energielieferungen zu machen. Um dies zu erreichen soll für rund zehn Milliarden Euro bis 2024 ein Kernkraftwerk im Norden des Landes entstehen. Mehrere Umfragen der letzten zehn Jahre ließen jedoch darauf schließen, dass mehr als die Hälfte der Polen diesem Vorhaben ablehnend gegenübersteht. Nach dem Ausscheiden von Gąski stehen dem Unternehmen nun noch zwei als geeignet angesehene Standorte zur Verfügung: das zwischen Łeba (Leba) und Władysławowo (Großendorf) gelegene Schulzenamt Lubiatowo-Kopalino (Lübtow-Koppalin) sowie Żarnowiec (Zarnowitz).

Auch in dem ebenfalls an der Küste gelegenen Ferienort Lubiatowo-Kopalino (Lübtow-Koppalin) gibt es eine rege Anti-Atom-Bewegung. Sie sieht nicht nur den Tourismus an der kaschubischen Küste bedroht, sondern vor allem die Umwelt und Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze. Mit ihren kreativen Aktionen will sie polnische und ausländische Touristen ermutigen, sich für umweltfreundlichere Energieerzeugung einzusetzen. Das ebenfalls im kaschubischen Pommern gelegene Żarnowiec ist der Standort des ersten polnischen Atomkraftwerkes, dessen Bau aufgrund immenser Proteste und wegen des Systemwandels nach 1990 nicht mehr fertiggestellt wurde.

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Ordnungshüter auf vier Hufen

Uniformierte Reiterin und und Pferd reiten an der Küste durch das Wasser

Streife auf dem Pferd – policja.pl

Noch bis Ende August werden Besucher und Einwohner von Międzyzdroje (Misdroy) einen eher ungewohnten Anblick im Ort und der Umgebung erleben können. Zur Unterstützung der lokalen Ordnungshüter werden während der Saison berittene Polizeieinheiten aus der west- pommerschen Hauptstadt Szczecin (Stettin) regelmäßig dort patrouillieren, wo Polizisten in Autos oder auf Motorrädern normalerweise nicht hin- gelangen. Für die gut trainierten Vierbeiner, die im Gestüt von Benice (Benz) stationiert sind, stellen steile Böschungen oder dichtes Unterholz kein Hindernis dar. Schon jetzt haben sich die tierischen Ordnungshüter zu einem beliebten Fotomotiv unter den Sommergästen auf der Insel Wolin (Wollin) entwickelt.

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Nostalgiebahn durch Stettin

Noch bis zum 28. August verkehrt an jedem Sonntag eine historische Straßenbahn über die Schienen der Woiwodschaftsstadt Szczecin (Stettin). Auf der Linie 0 werden Wagen aus den 1950er Jahren eingesetzt. Sie fahren um 14.35 und 15.59 Uhr ab Hauptbahnhof über das Berliner Tor und das Technikmuseum nach Norden zum Las Arkoński (Eckerberger Wald) und wieder zurück über die Äußere Neustadt zum Hauptbahnhof. Die Fahrt mit der Straßenbahn, die an zahlreichen Sehenswürdigkeiten der alten Residenz- und Hansestadt vorbeiführt, kostet 3,50, ermäßigt 2,50 Złoty (0,80/0,60 Euro), Kinder unter vier Jahren fahren kostenlos mit.

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Sicher baden mit der Blauen Flagge

Sie sehen das Symbol der Blauen Fahne für ausgezeichnete Strände

Blaue Flagge – © giadophoto-Fotolia

Insgesamt 31 Badestrände und 6 Marinas haben kürzlich das Zertifikat der Blauen Flagge 2016 erhalten. Das sind vier Strände mehr als im vergangenen Jahr. Die internationale Auszeichnung steht nicht nur für hohe Wasserqualität, sondern auch für nachhaltigen Tourismus sowie Umweltbildung und -management. Zu den Orten, wo Urlauber guten Gewissens in die Wellen eintauchen können, zählen das Usedomer Strandbad in Świnoujście (Swinemünde) sowie die Strände in Międzyzdroje (Misdroy), Dziwnów (Dievenow), Rewal (Rewahl), Kołobrzeg (Kolberg), Ustronie Morskie (Henkenhagen), Mielno und Ustka (Stolpmünde).

Die zertifizierten Strände und Marinas erkennt man an der blauen Welle auf weißem Kreis vor blauem Grund. Sie garantiert, dass die Betreiber der Strände auf die nötige Qualität achten, sowie strenge Umweltschutz-, Hygiene- und Sicherheitsstandards einhalten. Besucher sind dort auch angehalten, das Verbot zu campieren, den Strand mit Fahrzeugen jeglicher Art zu befahren, oder Tiere mitzubringen zu befolgen. Über die Wasserqualität informieren regelmäßige Kontrollen, die öffentlich einsehbar sind. Eine Karte mit den aktuell ausgezeichneten Stränden und Marinas findet sich auf der Homepage der Blue Flag-Organisation.

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Mehr als Minigolf

Nahaufnahme eines roten Minigolfballs und Schlägers

Roter Minigolfball und Schläger – © anzebizjan – Fotolia

Ende Mai eröffnete im Badeort Łeba eine neue Freizeitattraktion. Direkt zwischen Ortskern und Villenviertel befindet sich der Adventure Golf Park. Die moderne Anlage setzt nicht auf klassisches Minigolf, sie will ihren Besuchern mehr bieten. Gemäß dem Minigolf Open Standard des Weltminigolfverbandes entstand so eine Mischung aus traditionellem Minigolf und echtem Golfspiel mit 12 Löchern. Adventure Minigolf besitzt weniger starre Regeln, wie das klassische Freizeitspiel. So dürfen die echten Golffeldern nachempfundenen Bahnen hier ausdrücklich betreten werden. Darüber hinaus ähnelt die gepflegte Geländemodellierung ebenfalls dem größeren Bruder Golf. Hindernisse sind dort an natürliche Gegebenheiten wie Steinfelder, Gewässer, Baumstämme oder Hügel angelehnt. Alles aber im deutlich kleineren Minigolfmaßstab. Schläger und Bälle werden vom Betreiber gestellt. Der Adventure Golf Park ist während der Saison täglich in der Zeit von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Teilweise können Besucher die mit ausreichender Beleuchtung versehene Anlage auch darüber hinaus bis 23 Uhr nutzen. Die Betreiber organisieren zudem verschiedene Sport- und Freizeitveranstaltungen während der Saison.
www.adventuregolfpark.pl

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Tunnelbau zwischen Wolin und Usedom

Sie sehen eine Fähre auf blauem Wasser unter blauem Himmel. Im Hintergrund sind Bäume auf Land zu sehen.

Swinemünder Fähre nach Wolin – Carsten Wolf

In den Tunnelbau kommt Bewegung: Seit Jahrzehnten schon ist er immer wieder im Gespräch gewesen. Der Tunnel zwischen den Inseln Uznam (Usedom) und Wolin (Wollin) soll Polens einzige „Inselstadt“ direkt mit dem Mutterland verbinden. Nun ist das Vorhaben endlich in erreichbare Nähe gerückt. Am  14. April haben sich Stadtverwaltung, Infrastrukturministerium und Straßenbaubehörde endlich verständigt und einen Vertrag über die Umsetzung des Tunnelbaus unterschrieben. Die Straßenbaubehörde konnte das Vorhaben so nun zur Ausschreibung bringen. Zunächst werden Firmen aufgefordert, an einem Vorauswahlverfahren teilzunehmen. Im Anschluss geht es in die Angebotsphase. Nach Auftragserteilung haben die Bauunternehmen dann 50 Monate Zeit, das mit EU-Mitteln geförderte Projekt umzusetzen. Die Behörden gehen davon aus, dass spätestens 2022 die ersten Autos den knapp 1,5 Kilometer langen Tunnel werden nutzen können. Bisher sind Einwohner und Besucher auf eine der beiden Fährverbindungen im Stadtzentrum und im südlich gelegenen Ortsteil Karsibór (Kaseburg) angewiesen.

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Junge Kunst regiert Swinemünde

Sie sehen im Vordergrund Rasen mit einem bunten Blumenbeet. Im Hintergrund ist eine kleine Straße mit Häusern und Bäumen links und rechts. An der Straßenseite parken Autos. Vereinzelt sind drei Fußgänger zu sehen. Der Himmel ist wenig bewölkt und die Sonne scheint.

Promenade von Swinemünde – Carsten Wolf

Für zwei Wochen im Sommer verwandelt sich das Ostseebad Świnoujście (Swinemünde) in das Mekka des künstlerischen Nachwuchses aus Polen und ganz Europa. Beim 46. FAMA-Festival, dem Internationalen Kunst-Campus, können sich junge Künstler ausprobieren, weiterbilden und wichtige Kontakte knüpfen. Für Besucher des beliebten Seebades bedeutet das gleichzeitig über 100 interessante Auftritte, Performances und Happenings vom 15. bis 28. August. Ob Jazzkonzert, Poetry-Slam, Theatervorstellung, Animationsprogramm oder Fotoausstellung, das Angebot an geplanten und spontanen Aktionen ist breit. Als Tutoren und Kunstbotschafter kamen in den vergangenen Jahren auch namhafte Künstler wie der polnische Jazsaxophonist Jan „Ptaszyn“ Wróblewski oder die ukrainischen Autoren Jurij Andruchowytsch und Serhij Zhadan zum FAMA.

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